Schlagwort: Tools

  • Content-Management über Ordner und SubVersion

    Wie man meinem Blog entnehmen kann, beschäftige ich mich seit ca. 2 Jahren mit DITA. Anfangs haben wir unsere Daten über Ordner und SVN verwaltet. Inzwischen haben wir schon fast alles im Redaktionssystem drin – das SVN ist bald Geschichte. Da ich aber weiß, dass ein Redaktionssystem häufig zu den unerfüllten Träumen von technischen Redakteuren gehört, teile ich hier mal meine Erfahrungen mit DITA und SVN.

    Übersetzungsmanagement

    Die einzelnen Sprachen auf demselben Stand zu halten gestaltet sich schwierig. Man muss sehr diszipliniert sein, denn sonst vergisst man leicht, dass ein kleiner Fix in der einen Sprache auf die anderen übertragen werden sollte.

    Bei Änderungen an bestehenden Daten hat man das Problem, das man das Delta entweder manuell rauskopieren, übersetzen und dann wieder reinkopieren muss. Oder man gibt eben immer nur komplette Topics zur Übersetzung, auch wenn nur ein Satz neu ist (was aber schnell recht teuer werden kann).

    Verwaltung

    Versionshistorie ist Gold wert 🙂

    Dateileichen herauszufinden ist schwierig, z.B. wenn man in der Konzeptionsphase mehrere Topics angelegt hat und am Ende einige gar nicht braucht. Bei uns sind solche Leichen teilweise übersetzt worden, obwohl sie nie gebraucht wurden. Hier können kleine Skripte hilfreich sein, die alle Dateien listen, die in keiner Map referenziert sind.

    Man schludert schnell mit SVN-Kommentaren und am Ende weiß man selber nicht mehr, was man eigentlich mit  dem Kommentar „Änderung“ gemeint hat 😉

    Tags und Branches sind äußerst wichtig, damit man komfortabel an neuen Projekten arbeiten kann und immer noch gleichzeitig den aktuellen Online-Stand aktualisieren kann. Am Anfang hab ich nur auf dem trunk gearbeitet, was darin resultierte, dass ich im Projektverlauf keine Updates am Online-Stand machen konnte und als sich dann das Projekt verschob, alle Änderungen händisch zurücknehmen musste.

    Wenn man die Ordner erst einmal angelegt hat, wird es ziemlich kompliziert sie wieder zu reorganisieren, wenn man z.B. merkt, dass die Struktur doch nicht so gut ist. Zum einen können Referenzen zwischen Topics aus verschiedenen Ordnern kaputt gehen, zum anderen muss man im SVN aufpassen, dass man die Versionshistorie nicht verliert.

    Fazit

    Man kann auch topicorientiert schreiben und mit XML arbeiten ohne ein CMS zu benutzen. Eine Sache, die gern außer Acht gelassen wird, aber ich muss sagen, dass es nicht drauf ankommt welches Tool oder welche Standardisierungsmethode man verwendet – wichtig ist, was am Ende rauskommt!

    Wenn man als Redaktion also kein Redaktionssystem zur Verfügung hat und trotzdem mit DITA arbeiten will, ist eine Verwaltung über Ordner und SVN meiner Meinung nach eine super Alternative.  Die Benutzung von SVN ist sogar absolut obligatorisch, wie ich finde.

    Bei dieser Arbeitsweise müssen allerdings viele Dinge über Regeln und Workflows als „Denk dran“-Lösung abgedeckt werden, und die Erfahrung zeigt nun mal, dass man im Eifer des Projektgefechts nicht immer dran denkt.  Man kann zwar Skripte schreiben, die einem bestimmte Dinge abnehmen, aber am Ende muss man eben doch dran denken, das auch zu benutzen. Wenn sich mit der Zeit solche kleinen Fehler einschleichen, hat man irgendwann ein Problem. Man muss das Redaktionsteam außerdem ausführlich  schulen, denn die Grundfunktionen von SVN sind relativ schnell drin, aber gerade solche Dinge wie Tags/Branches/Merging sind nicht intuitiv.

  • Community-Übersetzungen mit Google Translate

    Es ist der Traum eines jeden Budgetverantwortlichen: „Wir stellen den zu übersetzenden Text ins Internet und die Community macht den Rest. Bei Wikipedia klappt das doch auch und bei dem ganzen Open-Source-Kram. Die Leute machen das umsonst.“ Facebook setzt schon voll auf die Community bei diesen Dingen.

    Google Translate

    Bevor ich weiter in die „Ja, aber im professionellen Umfeld kann man doch nicht…“-Diskussion einsteige, gehe ich einen Schritt zurück und widme mich einer der aktuellsten Google-Neuheiten: Google Translate (oder „Google Übersetzer“ wie er auf Deutsch heißt).

    Google hat ein neues Tool mit einem neuen Ansatz entwickelt:

    Wir geben unzählige Texte mit Milliarden von Wörtern in den Computer ein. Dabei handelt es sich sowohl um einsprachigen Text in der Zielsprache als auch um abgeglichene Beispielübersetzungen von Menschenhand. Anschließend wenden wir statistische Lerntechniken zur Erstellung eines Übersetzungsmodells an. Bei den Auswertungen haben wir sehr gute Ergebnisse erzielt. (Quelle)

    Google-Translate ist ein Online-Übersetzungsservice, den jedermann ziemlich einfach nutzen kann.

    Übersetzen lassen

    Man kann eine Übersetzungsfunktion in seine Homepage einbinden, die es den Lesern ermöglicht die Seite mit 2 Klicks in einer anderen Sprache anzeigen zu lassen.

    Um eine Webseite in einer völlig fremden Sprache wenigstens ein bisschen zu verstehen, ist das oft schon genug. Hier und da ist die Satzsstellung nicht ganz korrekt, aber wie bei einer Unterhaltung mit einem fremdsprachigen Menschen, kann man sich auch erstaunlich viel zusammenreimen / ableiten. Dennoch stößt man noch auf genug der eher ulkigen Sätzen, die noch zeigen, dass eine automatische Übersetzung nicht an einen Muttersprachler heranreicht. Das sagt Google aber auch selbst klipp und klar. Diese Funktion erschließt einem also einen noch viel größeren Teil der im Netz verfügbaren Information.

    Selbst übersetzen

    Soweit die eher passive Komponente. Kommen wir zu dem Teil bei dem man als Teil der  Community aktiv werden  kann.

    1. Hierzu installiert man die Google Toolbar in seinen Browser.
    2. http://translate.google.com/translate_tools?hl=de aufrufen.
    3. Die Schaltfläche mit der gewünschten Zielsprache (also die Sprache in die man übersetzen möchte) auf die Lesezeichenleiste (Anmerkung an Google: Fehler in der Doku: Toolbar wird hier falsch verwendet) ziehen.
    4. Eine Seite aufrufen, die man übersetzen möchte (hier www.idratherbewriting.com).
    5. Danach auf den Link in der Lesezeichenleiste klicken.

    Nun wird die Seite vorübersetzt, sofern möglich, angezeigt. Sobald man seine Maus über einen Absatz bewegt, bekommt man die Möglichkeit eine bessere Übersetzung einzugeben.

    Klickt man auf den Link, öffnet sich direkt ein kleines Eingabefeld, in das man die Übersetzung eingeben kann. Die Übersetzung landet nach dem Abschicken im Übersetzungsppol von Google.

    An diesem Punkt gibt man selbst eine völlig neue Übersetzung ein und hat keine Möglichkeit auf ein TM zuzugreifen, das einem z.B. 80%-Matches anzeigt. Google will hier vor allem soviel Übersetzungssegmente wie möglich sammeln.

    Fazit

    Aktuell ist es ein Tool, dass es einem ein manches Mal vielleicht ein bisschen einfacher macht auf fremdsprachigen Seiten zu surfen. Ein Szenario, dass eine Firma ihre Kundenwebseite gar nicht mehr übersetzt, sondern einfach nur Google Translate einbindet, scheint mir utopisch. Denn man kann hier nie 100%ig gewährleisten, dass nicht doch Müll auf der Seite steht.

    Und bei Googles eigenen, automatisch übersetzten Seiten hätte ich im Übrigens gerade sehr gerne eine korrekte Übersetzung ins Deutsche eingegeben oder versteht das jemand? 😀

    In solchen Fällen können Sie ein Translation Memory mit einer Übersetzung, indem Sie folgende Schritte Gesellschafterin

    Nachdem ich mir nun Google Translate für jedermann angeschaut habe, kommt demnächst die Profi-Version dran: Google Translator’s Toolkit.

  • Firefox & seine html.css

    Ich bin gerade dabei meine DITA-HTML-Hilfe zu stylen. Da es lediglich um Aufhübschen ohne große Effekte geht, reaktiviere ich also meine HTML & CSS-Fähigkeiten.

    Eben hat mich aber eine Sache zum Wahnsinn gebracht, von der ich echt überrascht bin, dass ich sie noch nie bemerkt habe. Denn ich habe schon durchaus einige Zeit beim Webseiten-Bauen verbracht und das eigentlich immer nur unter Firefox.

    In meinem Firebug hieß es bei einigen Elementen plötzlich, dass sie ihre CSS-Styles aus einer „html.css“ beziehen würden. Nun hieß meine eingebundene CSS-Datei aber anders! Ich hatte eine solche Datei nie erstellt und auch nie eingebunden! Argh!

    Nun diese Datei repräsentiert anscheinend die Default-Einstellungen des Browsers, d.h. solche Dinge wie Überschriften werden standardmäßig gestylt, was ja auch sehr nützlich sein kann, wenn eine HTML-Seite mal gar nicht „extra“ gestylt ist. Aber irgendwie ist mir in Firebug diese Datei noch nie aufgefallen…

    Extrem hilfreich zu wissen, wenn man mal wieder Webdesign betreibt. Wer mehr wissen möchte, möge bitte hierlang gehen: Undoing html.css

    PS: Ich habe bestimmt noch nicht das tolle Firefox-Addon IETab empfohlen. Damit kann man den Internet Explorer im Firefox verwenden, was absolut genial ist 🙂

  • Spezialisierung: Eigene DITA-Attribute definieren

    DITA bietet bereits einige Attribute, die schon sehr viele wichtige Dinge in der technischen Dokumentation abdecken: product, audience, platform seien da als Beispiele genannt.

    Wenn es um sehr firmenspezifische Dinge geht, benötigt man hier schnell eigene Attribute. Für mich persönlich sehr wichtig, sind auch vorgegebene Attributwerte, weil eine vorgegebene Auswahl immer sehr viel weniger fehleranfällig ist.

    Was bedeutet Spezialisierung?

    In DITA nimmt man etwas Vorhandenes, also einen bereits vorhandenen Topictyp (z.B. Concept) oder ein bereits vorhandenes Attribut, und leitet davon seine eigene Version ab: man spezialisiert. Inbesondere in Bezug auf Topictypen ist wichtig zu wissen, dass man Festlegungen der DTD von der man ableitet, nicht „aufweichen“ kann. Wenn ein Element <hups> in der Ur-DTD zwingend erforderlich ist, kann man es in der Spezialisierungs-DTD nicht optional definieren.

    Attribute spezialisieren

    Es gibts 2 Arten von Attributen, die man spezialisieren kann: props (speziell für Filtern) und base (Sinn und Zweck hat sich mir noch nicht erschlossen…). Da ich mein neues Attribut zum Filtern des Contents benutzen möchte, benutze ich daher das props-Attribut.

    Schritt 1: Attribut deklarieren
    Ich werde nun ein Attribut definieren, das beschreiben soll, für welchen Hilfekontext das Element gilt: für die Hilfe im Web oder für die Hilfe in der Software.

    1. Zuerst erstelle ich eine Datei namens helpContextPropsDomain.ent mit folgendem Inhalt:



      Im ersten Teil lege ich den Namen des Attributs (help-context) fest und in meinem Fall auch 2 vordefinierte Werte (webpage, software).
    2. Ich speichere die Datei im dtd-Verzeichnis des DITA-OT ab.

    Schritt 2: Attribut der DTD bekannt machen

    1. Nun öffne ich die concept.dtd und lege noch eine Sicherheitskopie von ihr unter anderem Namen ab Man weiß nie… ;).
    2. Unter dem Bereich DOMAIN ATTRIBUTE DECLARATIONS füge ich ein:

      SYSTEM "helpContextPropsDomain.ent"
      >
      %help-context-props-d-dec;
    3. Unter dem Bereich DOMAIN ATTRIBUTE EXTENSIONS erweitere ich :

    4. Unter dem Bereich DOMAINS ATTRIBUTE OVERRIDE erweitere ich :

      &ui-d-att; &hi-d-att; &pr-d-att; &sw-d-att;
      &ut-d-att; &indexing-d-att;&help-context-props-d-att;" >
    5. Diese Schritte müssen nun für alle Topictypen wiederhiolt werden, für die man das Attribut braucht.

    Schritt 3: testen 🙂

    1. Ich erstelle eine XML-Datei auf Grundlage dieser DTD
    2. Ich füge das Attribut _help-context=“webpage“_ in ein-Element ein
    3. Ich jage das Dokument durch einen Validator – und wenn der nicht meckert, hat es funktioniert

    Spezialisierung in XMetal DITA Edition
    Der XMetal DITA Edition bindet ein DITA-OT ein. Wie es scheint benutzt er dieses ausschließich zum Generieren.
    Die DTDs, die XMetal benutzt, liegen im Programmverzeichnis unter „…XMetaL 5\Author\DITA\DITA_OT_DTD\“<.

    1. D.h. die oben erstellten bzw. bearbeiteten Dateien müss dort hinein kopiert werden.
    2. XMetal neu starten
    3. Ein Concept anlegen
    4. Und sich freuen, dass man ein neues Attribut im Attribute Inspector sieht 🙂

    Mehr zum Thema
    In Eliot Kimbers Tutorial erfahrt ihr mehr zur Spezialisierung.

  • DITA und XMetal

    Und jetzt erst finde ich diese Präsentation von Simon Bate (Scriptorium)! Meine Güte, da hätte ich mir einiges an nerviger Recherche sparen können.

    Aber ich will mein Wissen natürlich brav weitergeben: also holt euch Popcorn, was zu schreiben und stellt das Radio aus. Hier wird es wirklich interessant und praxisbezogen 🙂

    Hierbei muss ich erwähnen, dass ich Slideshare einfach großartig finde. Im deutschen Raum scheint es noch gar nicht sehr verbreitet zu sein. Vielleicht sollte man das auch mal den Leuten der tekom zeigen. Es wäre ja viel cooler, die Tagungspräsentationen hier zu posten, als irgendwo in den Irrungen&Wirrungen der tekom-Webseite (die sich nicht gerade durch einen großen information scent hervortut). Und ich glaub auch fast, dass man hier auch mehr Hits erhalten würde.

  • DITA-Output filtern mit XMetal

    Wiederverwendung und Varianten
    Das Filtern wird in Zeiten der Wiederverwendung früher oder später notwendig. Man hat beispielsweise ein Produkt, dass es in einer Light-Version und einer Vollversion gibt. Natürlich werden sich hier die Hilfetexte zum größten Teil überschneiden – bis auf die kleinen Ausnahmen, wo dann in der Vollversion hier noch ein Schritt weniger ist und dort eine Option mehr verfügbar. Man hat also eine Wiederverwendungsquote von 90%, aber was tun? Die Hilfetopics nun zweifach vorhalten? Ne, da sträuben sich jedem guten Redakteur die Haare. Redundanz, nein danke!

    Nun, wie wär’s, wenn man einfach alle Varianten in eine Datei schreibt und die Teile, die nur für ein Produkt gelten mit einem Attribut versieht? Und dann beim Generieren einen Filter definiert, der nur Teile generiert, die einen bestimmten Attributwert enthalten? Klingt cool – isses auch!

    Attribute in DITA
    Es gibt für DITA schon einige fest definierte Attribute, die man an fast jeden Tag vergeben kann. Es sind gängigen Attribute nach denen man in der Doku filtert und für die man frei Werte definieren kann:

    • product
    • audience
    • platform
    • outputclass (erst ab DITA OT 1.4 unterstützt)

    Zu guter Letzt gibt es das otherprops-Attribut, das so ziemlich alles enthalten kann. Eine Art Auffanglager für den Rest sozusagen.

    DITA-Attributvergabe im XMetal

    Wir nehmen uns nun ein Beispiel, in dem ein bestimmter Handlungsschritt nur in der Print-Hilfe auftaucht und in der Online-Hilfe nicht, weil die Online-Hilfe kontextbasiert ist und ein Zwischenschritt wegfällt, der aber in der Print-Version nötig ist.

    Eigentlich sollte man dazu ab DITA 1.4 das Attribut outputclass verwenden, da ich aber noch auf DITA 1.3 arbeite, werde ich also das otherprops-Attribut verwenden. Ich markiere den <step> und  schreibe im Attribute Inspector einfach den Wert hinein nach dem ich filtern möchte.

    Der Nachteil hierbei ist, dass je nach Attributwert einem anderen Redakteur nicht unbedingt von Namen her sofort klar ist, nach was hier gefiltert wird. Wenn ich z.B. handbook als Wert eingebe, kann das einerseits bedeuten, dass ich für den PDF-Output etwas filtern möchte (es also eine technische Bedeutung hat) oder aber für den Dokumenttyp „Handbuch“ (was dann eher inhaltliche Bedeutung hat).

    Filterregeln in XMetal anlegen

    Hierzu muss man folgende Datei öffnen: c:\Programme\XMetaL 5\Author\Conditional Text\configs\ct_config.xml

    Hier kann man nun seine Attributwerte definieren und festlegen, wie diese in der Filterauswahl angezeigt werden. Ich habe hier den Attributkomplex zu otherprops bearbeitet. Für jeden Attributwert definiert man einen <value>-Tag, in name steht der Attributwert und in title steht der Anzeigename in der Filterauswahl.

    ´[....]

    Filterregeln auswählen

    1. Auf File > Generate Output from DITA map klicken.
    2. Im Dialog auf Show/Hide Conditional Text klicken.
    3. Hier kann man nun auswählen, welche Filterkriterien für den aktuellen Output gelten sollen.
      Ich will nun beispielsweise eine Online-Hilfe generieren, d.h. der <step>, der nur für Handbücher gilt, soll nicht generiert werden. Also klicke ich das Filterkriterium Onlinehelp an. Es wird alles generiert, was keinen Wert für dieses Attribut hat oder eben genau diesen Wert, d.h. der <step> mit dem Attributwert Handbook wird hier nicht generiert werden.

    Ergebnis
    Am Anfang steht also dieser Code:

    Öffnen Sie das Programm.

    Klicken Sie auf

    DateiNeu

    Editieren Sie die Datei.

    Und am Ende dieser Text:

    1. Klicken Sie auf Datei > Neu.
    2. Editieren Sie die Datei.
  • Firebug – neu entdeckt

    Ich habe ja schon einmal über den Nutzen von Firebug für Screenshots erzählt. Und schon wieder habe ich ein nützliches Feature entdeckt, auf das ich bisher einfach noch nie geklickt hatte, das aber insbesondere für die Webentwicklung extrem praktisch ist. Denn beim Layouten hat man oft das Problem, dass sich die CSS-Definitionen für padding oder margin einzelner Elemente in die Quere kommen und damit das Layout verhunzen.

    Einen schnellen Zugriff auf die Info, welches Element nun welche Werte für padding, margin oder border hat, bekommt man im Layout-Tab rechts unten im Firebug:

    In diesem Tab wird einem auf einen Blick zum aktuell in Firebug angewählten Tag angezeigt, welche Werte ihm für padding, margin oder border zugewiesen sind.

    Beispiel:

    1. Man rufe dieses Blog auf.
    2. Man öffne Firebug.
    3. Man markiere im Firebug folgenden Tag:

    4. Man sieht nun, dass die Navigation den Innenabstand 1 an allen Seiten hat und dass es beispielsweise nach oben hin 210px vom oberen Seitenrand entfernt ist.

  • Meine liebsten Tools

    Ich bin immer wieder höchst entzückt, wenn ich irgendwo ein Programm entdecke, dass mir die Arbeit wirklich erleichtert. Der Vorteil an einem IT-Unternehmen liegt darin, dass man solche Sachen gerne mal zufällig beim Kollegen oder der Kollegin entdecken kann. Ich liebe Open-Source. Meistens.

    Daher habe ich gedacht, poste ich einfach mal eine Liste meiner unverzichtbaren Programme (tw. mit Plugins), was die Arbeit anbelangt.

    • Mozilla Firefox: Mal ernsthaft – er ist einfach nur genial! Und jede Webseite, die nur IE-kompatibel ist, stinkt! (An dieser Stelle ein freundlicher Gruß an den englischen Billigflieger! Es hat Spaß gemacht, herauszufinden, dass eure Ticketbestellung nur mit dem IE geht. Oh ja!)
      • Firebug: darum und für die Webentwicklung
      • Greasemonkey: um Seiten, die ich oft aufrufe, und an denen mich bspw. die Unübersichtlichkeit nervt, mit einem kleinen bisschen JavaScript so zu modifizieren, dass ich damit „leben“ kann (wie z.B. mein Firmen-Speiseplan…). Es gibt eine Vielzahl an fertigen Skripten für viele Seiten – einfach mal stöbern!
      • Adblock Plus: ebenfalls genial! Damit kann man Werbung bestimmter Seiten blocken und wird endlich nicht mehr von Werbebannern genervt. Zudem kommt dieses Add-on schon direkt mit einer Liste zu blockender Werbung, so dass das meiste schon direkt ausgeblendet wird. Und man hat die Möglichkeit diese Liste auch zu abonnieren.
      • Delicious Bookmarks: wer del.icio.us nutzt, kann hier beim Surfen seine Bookmarks direkt dort speichern
    • Total Commander: ein sehr komfortabler Dateisystem-Explorer mit zwei Panes und auch Tabs, den man sehr schön über die Tastatur bedienen kann (das weiß man sehr zu schätzen, wenn das Betriebssytem so fertig ist, dass es die Maus nicht mehr erkennt…). Und der gleichzeitig auch als FTP- oder SSH-Client fungieren kann. Für SSH benötigt man noch ein Plugin. Das Programm ist zwar nicht Open-Source, aber es kostet nicht viel bzw. kann man die Testversion unbegrenzt nutzen (beim Starten muss man dann lediglich immer einen Dialog wegklicken).
    • Launchy: ein kleines Progrämmchen, über das man in Windeseile andere Programme aufrufen kann, ohne sich durch das Start-Menü, Desktop-Verknüpfungen zu hangeln. Man ruft das kleine Launchy-Fenster über ein Tastenkürzel auf, tippt die ersten Buchstaben des gewünschten Programms ein und kann es direkt aufrufen. Mac- und Linux-Usern sollte das ganze bekannt vorkommen 🙂 An dieser Stelle nochmal Danke für den Tipp, liebe Kollegin 🙂
    • TortoiseSVN: SVN-Client, der sich in den Windows Explorer und auch den Total Commander integriert. Für den Total Commander muss man einige Einstellungen vornehmen.
    • Notepad++: ein Editor für jede Art von Quelltext. Sei es XML, XSLT, HTML oder PHP, ein rundum guter Editor. Die Dateien werden in Tabs angezeigt, das Syntax-Highlighting passt. Ein Tipp von Entwicklern und ich arbeite wirklich gern damit.

    Das sind einmal die wichtigsten Sachen. To be continued 🙂

  • DITA-Texte anpassen

    Ja, die Zeit der Anpassung ist da 😉

    Mit dem OT kommt ja schon ein Satz an Texten mit Übersetzungen mit. Natürlich passen einem da so manche Texte nicht wirklich und man möchte sie ändern. Oder man möchte vielleicht noch Texte hinzufügen, so wie ich einen umfangreichen, firmenspezifischen Copyright-Text.

    Ich habe hier bisher in der Not die Dateien in DITA_OT/xsl/common entsprechend geändert. Hat funktioniert, hat mir aber nicht so richtig gefallen, weil es eben Original-OT-Dateien sind, die ich editiere.

    Daher fand ich das StringsPluginExample aus dem Files-Bereich der DITA-Yahoo-Group richtig genial und habe auch gleich versucht, das zu installieren (Anleitung). Man kann damit seine eigenen String-Dateien definieren, die dann die des OTs einfach überschreiben. Eigentlich eine einfache Sache…!

    1. Leider ist nach der Installation beim Generieren einfach gar nichts passiert.
    2. Irgendwann stellte ich fest, dass so ein Override erst ab Version 1.4.2 des OT möglich ist.
    3. Kurz darauf versuchte ich bei meinem XMetal nach Anleitung ein OT-Upgrade durchzuführen (und zwar indem man die Variable DITA_OT_DIR auf das Verzeichnis der neuen version setzt). Hat nicht funktioniert.
    4. Dann habe ich wieder festgestellt, dass dieser Parameter mit der OT-Version 1.4.2 nicht funktioniert, aber dass JustSystems einen Patch anbietet.
    5. Mist, der Patch darf nur auf XMetal 5.1 angewandt werden. Und wenn man eine frühere Version hat, soll man doch bitte in Betracht ziehen erst einmal ein Upgrade von XMetal zu machen.

    Kurz: ich mache alles wie bisher und kommentiere meine Änderungen brav. Allerdings finde ich es sehr bedenklich, dass ich ein Tool habe, mit dem ich nicht mal eben so ein Upgrade meiner Architektur durchführen kann. Klar, wenn ich nur in Notepad++ arbeite und über die Kommandozeile publiziere, ist das eher problemlos 😉

    Ich frage mich, ob man das Problem z.B. auch mit Arbortext hat?