Redakteuse live – tekom Jahrestagung 2010

Die alljährliche tekom-Jahrestagung rückt näher und ich freu mich schon riesig.

Noch mehr freue ich mich, wenn ich den einen oder anderen Leser für meinen Vortrag „User assistance mit DITA“ gewinnen kann – gerne auch die Kollegen mitbringen 😉

Hier nochmal als Erinnerung, wann und wo ihr mich dort finden könnt:

User assistance mit DITA – Do 04.11., 11:15 Uhr, Raum 6.2

User assistance mit DITA – Redakteuse live

Es war etwas ruhig in den letzten Monaten. Das lag nicht zuletzt an einem äußerst spannenden Projekt mit DITA, das zwar genug Bloggenswertes ergab, aber auch dafür sorgte, dass ich gar nicht dazu kam zu bloggen bzw. auch mal nicht über DITA nachdenken wollte 🙂

Nichtsdestotrotz will ich meine Erfahrungen zum Thema „User assistance mit DITA“ gerne weitergeben und praktischerweise ist mein Vortragsvorschlag dazu für die tekom-Jahrestagung 2010 angenommen worden 🙂

Einen Vorgeschmack auf den Inhalt gebe ich euch schon hier und freue mich natürlich über jeden Zuhörer 🙂

Die Herausforderung: eine kontext- und tarifabhängige Software-Hilfe, die den Kunden in seinen ersten Schritten begleitet. Dieser Vortrag stellt den Projektverlauf vor, in dem diese „embedded help“ entwickelt wurde. Der Bogen wird dabei von den wirtschaftlichen Beweggründen über die technische Umsetzung mit DITA bis hin zu den Lessons learned gespannt. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Möglichkeiten, die man mit DITA out-of-the-box hat, und jene, die man erst selbst entwickeln muss.

tekom-Jahrestagung 2009 #2 – Embedded help

So, ich versuche mal einige Vorträge derselben Themengebiete zusammenzufassen:

Nicoletta Bleiel, ComponentOne – Improving Software Usability with Embedded User Assistance

Ich hatte Nickys Vortrag aus dem letzten Jahr noch gut im Gedächtnis und da auch das Thema passte, bin ich also nichts wie hin.

Hauptthema war Hilfe, die in die Software eingebettet ist und sich nicht außerhalb des Nutzungskontexts befindet. Damit soll gewährlkeistet werden, dass man den Nutzer nicht aus seinem Workflow reißt, indem man ihn dazu zwingt erst einmal die Hilfe zu öffnen, zu suchen, die „richtige“ Frage zu stellen etc. Embedded help wird oftmals gar nicht als „Hilfe“ empfunden.

Nicky zeigte uns hier ihre Umsetzung davon bei der Hilfe von Doc-to-help.

Das Besondere hier war ein bestimmtes Modul, das es dem Redakteur ermöglicht sehr einfach einen Bezug zwischen einem GUI-Element und einem Hilfetext herzustellen – direkt am Interface und nicht über die Verwaltung von irgendwelchen GUI-Element-IDs. Sprich: der Redakteur markiert ein GUI-Element (Button / Menüpunkt etc) , öffnet einen bestimmten Hilfetext in der Applikation und stellt so einen Bezug zwischen den beiden her. Wenn also der Nutzer das entsprechende GUI-Element anklickt o.ä., kommt direkt der dazu passende Hilfetext.

Leider ist das Modul nur in .NET-Applikationen verfügbar. Ich finde diese visuelle Unterstützung für das Mapping äußerst attraktiv (nicht zuletzt, weil ich mich bald mit diesem Thema beschäftigen werde und da wohl eher die Lösung mit GUI-IDs übrig bleiben wird).

Im restlichen Teil des Vortrags hat Nicky ihre Vorgehensweise dargestellt – von der Konzeption bis zur Umsetzung verriet sie Tipps und Tricks, u.a.:

  • keine Sackgassen-Topics, d.h. jedes Topics sollte verwandte Topics verlinken, und wenn es nur die Verlinkung von Eltern-Kind-beziehungen ist.
  • Trotz kontextbasierter Hilfe bei der Erklärung von Funktionen immer auch erwähnen, wie man eine Funktion findet. Ein Nutzer liest den Hilfetext evtl. nicht im Kontext und weiß gar nicht, wie er die Funktion erreichen kann.

Weitere Details könnt ihr auch inNickys entsprechendem Artikel auf der tcworld nachlesen.

User Assistance 2.0 – Produktinformation als Mittel für Kundenbindung und Kundenmehrwert

Anfangs wurde hier die These aufgestellt, dass Serviceangebote, eben auch umfassende Hilfeangebote, zukünftig immer wichtiger werden. Irgendwann hat jede Produkt-Featuritis ein Ende: man kann einfach nichts mehr Sinnvolles dazubauen. Und dann fängt man eben mit Dienstleistungen an.

Hier hat t3 eine ganzheitliche Informationslösung zusammengestellt, die ich persönlich ziemlich cool fand. Angefangen von embedded help, die sich konkret auf aktuelle Aufgaben bezieht, hin zu einer  dynamischen Hilfe, die mehr prozessorientiert und wissensvertiefend angelegt ist. Am Ende steht ein Wissensportal, das sowohl prozess- und aufgabenorientiert augebaut ist als auch produkt- und themenorientiert. Durch das Portal hat man auch einen Feedbackkanal und gibt den Nutzern auch die Möglichkeit eigene Tipps & Tricks und sogar Dateien austauschen können.

Diese „mehrstufige Vernetzung“ hat mir sehr gut gefallen. Jeder Mensch verhält sich ein bisschen anders bei der Informationssuche und dieses Konzept deckt für mich ein großes Spektrum ab.

Software und Dokumentation – Mit XML zusammenfügen, was zusammengehört

Hier wurde eine sehr spezifische Lösung präsentiert, wie ein Hilfetext in die Software-Oberfläche gelangen kann. Die hier eingebettete Hilfe war jedoch relativ statisch ohne Navigations- oder Suchmöglichkeiten und auch optisch eher „nüchtern“ – das ist sicher noch ausbaufähig. Es wurde vor allem auf den Prozess eingegangen, d.h. wie der Austausch zwischen Redaktionssystem und Software funktioniert.  Ich glaube mich noch zu erinnern, dass ich das ganze etwas frickelig fand – spätestens bei der Excel-Tabelle, die für bestimmte Workarounds nötig ist, war ich etwas entsetzt (aber wer hat sie nicht, die kleinen ekligen Workaorunds, die man lieber nicht weitererzählt….).

Das Endergebnis ist ein rudimentäres Beispiel von embedded help und höchstens dahingehen interessant, wie das Zusammenspiel zwischen Doku und Entwicklung funktionieren kann.