Links auf Online-PDFs

Heute: ein großartiger Fehler!
Ich habe in meinem Topic einen Link auf ein PDF im Internet gesetzt.
<xref href="http://redakteuse.de/blubber.pdf" format="pdf" scope="external">User Guide</xref>

Im HTML-Output hat der Link auch super funktioniert, ABER im PDF-Output hat der Link nicht funktioniert.
Aaah! Ich ahnte Böses in die Richtung, dass ich hier schon wieder geFOPpt werde und damit erst einmal gar nichts tun kann bis ich nicht ein neues PDF-Tool habe. Und so ist es auch. Nun muss ich irgendeinen Workaround finden, der vermutlich so aussehen wird, dass ich auf eine HTML-Seite verlinken muss (das geht nämlich wiederum) auf der der Nutzer dann selbst auf das PDF klicken muss. Ein unschöner, unnötiger Schritt. Aber so sieht es erst einmal aus 🙁

Das war der Punkt, wo ich mich wieder an die Tugend erinnert habe, die ich dereinst als einsame Redakteurin unter lauter Software-Entwicklern gelernt habe: fluchen, was das Zeug hält, wenn es blöde Bugs gibt 😉

GeFOPpt

Wir befinden uns mit DITA noch in einer Pilotphase, d.h. das ganze muss erst einmal so wenig wie möglich kosten, weil man ja nicht weiß, ob der Weg vielleicht doch nicht der Richtige ist. Das heißt also wir nutzen einfach das, was im Open Tool Kit mitgeliefert wird.

Beim PDF-Output hat sich aber ein Layoutmangel gezeigt, der mir die ganze Zeit schon Kopfzerbrechen bereitet und zwar die Absatzkontrolle. Ganz häufig wird zwischen Überschrift und dazugehörendem Text ein Seitenumbruch gemacht (ist das dann auch ein Schusterjunge?). Jedenfalls ging es mir nicht in den Kopf, dass so ein typografischer Grundsatz bei den vorgefertigten DITA-Stylesheets nicht dabei ist. Flugs mal in die XSL-Dateien geschaut, hab ich festgestellt, dass das entsprechende FO-Attribut keep-with-next.within-page sehr wohl auf always gesetzt ist.

Aaah, welcher komische Bug verursacht das denn dann?

Das gute alte 2003
Tja, nach einigem Googlen konnte ich feststellen, dass FOP 0.20.5 dieses Attribut nicht unterstützt. Kein Wunder, dass es nicht klappt. Aber noch seltsamer finde ich eigentlich, dass das DITA Open Tool Kit diese uralte Version von 2003 mitliefert. Das ist doch echt seltsam. Vor allem findet man nirgends eine Info dazu, warum diese Version benutzt ist oder ob und welche Probleme man hat, wenn man die neue 0.95 nutzt.

Ich habe die schwere Vermutung die DITA-Leute sind gar nicht so open-source-geil, sprich: keinen Bock auf Frickeln.

Übrigens finde ich diesen Sprung in der Versionierung auch sehr witzig: eben noch 0.20.5 nun schon ne 0.9er 😉

fop 0.95 ins DITA-OT
Also nix wie los und testen, ob man die 0.95 nicht einfach selbst inetgrieren kann. Leider musste ich mich dazu aber nun mal intensiv mit der DITA-Installation beschäftigen. Bisher hatte ich hier immer den XMetal DITA Edition laufen und der hat einem solcherlei Ding gut abgenommen.

Ich habe mich vor allem an diesen Thread gehalten (http://tech.groups.yahoo.com/group/dita-users/message/8222) und habe also wild in den Konfigurationsdateien herumkonfiguriert, bin aber gnadenlos gescheitert. Am Ende des Threads folgt übrigens das Resümmee, dass selbst wenn man 0.95 zum Laufen bekommt, die Ergebnisse eh nicht so berauschend sind.  Das motiviert zum Aufgeben! Der echte Gnadenschuss für FOP bei uns folgte aber als das Schriftenproblem auftauchte. Doch dazu später mehr…